Klaus Privat
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Ermittlungen gegen Geldfälscher in Berlin

Neben zahlreichen Privatpersonen gehören auch Firmen und öffentliche Auftraggeber zu meiner Kundschaft. Hier geht es dann meistens um Betrugsfälle, z. B. ob ein Arbeitnehmer während seiner Krankschreibung sich zuhause auskuriert oder bei Verwandten die Wohnung renoviert oder ob Bezieher von Sozialleistungen sich diese nur erschwindelt haben oder nicht. Es sind eigentlich keine besonders interessanten Fälle, aber zur Abwechslung mal ganz gut.

Neulich sprach mich der Wirt meiner Stammkneipe an, ob ich nicht mal jemanden observieren könne, der vermutlich Falschgeld in Umlauf bringt. Er ist vorgestern mit einer 20-Euro-Blüte bezahlt worden und hätte da so eine Idee. Zur Polizei wollte er nicht gehen, da er selbst vor einiger Zeit Ärger mit ihnen hatte wegen Verletzung des Rauchverbots. Er hatte gehört, dass es in einem Casino einen Kartenterminal gibt, an dem Falschgeld ausgegeben würde. Die Geldbetrüger holen sich von dort das Falschgeld und bringen es dann in Umlauf. Dazu braucht man eine ganz bestimmte Karte oder muss einen Geheimcode eingeben.

Wenn ich diesen Automaten ausfindig machen könnte, wäre dies sicherlich der größte Clou in meiner Geschichte. Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir „Privatdetektiv Klaus entlarvt größte Geldfälscher-Bande in Berlin“. Aber wahrscheinlich wird dies auch ziemlich gefährlich sein, denn in dem besagten Casino wird es vor zwielichtigen Typen nur so wimmeln. Aber da es ein öffentliches Casino ist, kann immerhin jeder rein. Mein Plan war, so viel Geld wie nur möglich zu verlieren und dann zu sehen, ob ich dort das Angebot bekäme, mit dem Verbreiten von Falschgeld meine Schulden wieder loszuwerden. Nach ein paar Tagen ging mein Plan auf. Drei Typen, denen ich bereits mehr als 1000 € schuldete, wollten mir aus der Patsche helfen. Ich solle ihnen in ein Hinterzimmer folgen, das über die Toilette zu erreichen war. Ach, deshalb ging der eine ständig aufs Klo. Und ich dachte schon, er hätte die größte Blasenschwäche von Berlin. Ich spielte also den völlig Verzweifelten, sprach über Ärger mit der Familie und Freunden, weil ich überall Schulden hätte, und am Ende auch über Selbstmord.

Und so kam ich zu der Chipkarte für den Falschgeldautomaten. Dieser war in der Besenkammer des Casinos versteckt. Natürlich ging ich gleich zur Polizei und 1 Stunde später war das Casino samt Insassen und Falschgeldautomat dingfest gemacht. Einige Tage später wurden noch 10 weitere solche Automaten entdeckt, und die Polizei dankte mir mit großen Worten und einer kugelsicheren Weste für meinen nächsten Einsatz. Na hoffentlich werde ich die nie brauchen!

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